Injektionsschläuche

Injektionsschlauchsysteme haben die Aufgabe, planmäßig oder arbeitstechnisch angelegte Arbeitsfugen, insbesondere hier die “weiße Wanne” von Bauwerken aus wasserundurchlässigen Beton abzudichten.

Der Injektionsschlauch wird in die entstehende Arbeitsfuge eingebaut und mit einem Be- und Entlüftungsschlauch versehen, über die eine spätere Verpressung erfolgt.

Eine Verpressung des Injektionsschlauches erfolgt frühestens, wenn das Schwinden und erste Setzungen des Bauwerks bzw. des Baumaterials erfolgt sind.

Wirkungsprinzip:

Durch das Schwinden des Betons während des Abbindevorgangs bildet sich auch um den Injektionsschlauch eine Fuge, die eine gleichmäßige Verteilung des Injektionsmaterials ermöglicht.

Während des Verpressvorgangs bewirkt das unter Druck zugeführte Injektionsmaterial ein Aufplatzen bzw. Öffnen (je nach Schlauchtyp) des Injektionsschlauches und Verfüllen der vorhandenen Hohlstellen, Kiesnester und Risse im Fugenbereich.

1.) Injektionsschlauch-System mit Polyurethan-Harz

Webac_Typ1

2.) Mehrfachverpressbares Injektionsschlauch-System

Fuko Schnitt180

Als Injektionsmaterial wird ein Acrylat-Harz oder eine Zementsuspension verwendet.

 

Diese Materialien sind im frischen Zustand “wasserlöslich” und relativ dünnflüssig, so dass sie mittels einer “Vakuum-Einheit” leicht aus dem Injektionsschlauch wieder herausgesogen werden können.

 

Die Reinigung des Injektionsschlauches erfolgt durch eine Spülung mit Wasser, welches auch mittels der “Vakuum-Einheit” durch den Injektionsschlauch gesogen wird.