Rissverpressung

Über die Rißsanierung im allgemeinen und speziellen (Genannt sei an dieser Stelle die ZTV-Riß) gibt es eine Unmenge an Literatur, Herstellervorschriften und Richtlinien der einzelnen Verbände und Ministerien.
Ich möchte hier die wesentlichen Merkmale und Grundsätze nur erläutern, um ein überschaubares Bild zu diesem Thema zu erhalten.
In der Regel und vereinfacht kann man sagen, das eine Sanierung dann durchzuführen ist, wenn eine Rißweite von > 0,2mm vorhanden ist bzw eindringende Feuchtigkeit das Bauwerk beeinträchtigt.

Insbesondere möchte ich 3 Themen umschreiben:
 

1.) Risse > 0,2mm mit eindringender Feuchtigkeit
2.) Risse > 0,1mm mit Chlorideindringung bei Tausalzeinwirkung (Parkdeck,  Tiefgaragen)
3.) Risse > 0,2mm die Standsicherheit und Tragfähigkeit gefährden

 

zu 1.) Risse > 0,2mm mit eindringender Feuchtigkeit

    Diese Risse werden unter Druck über die Einfüllstutzen (Injektionspacker oder Klebepacker) injiziert bzw gefüllt.
    Wobei vom Aufwand und der Effektivität den Injektionspackern den Vorzug gegeben werden sollte.
    Bei wasserführenden Rissen ist darauf zu achten, daß der Polyurethan-Harz nicht ausgespült werden kann, ggfs. muss ein Schaumpolyurethan-Harz vorinjiziert werden, um eine Wasserdruckminderung zu erreichen. Ein nachinjizieren mit Polyurethan-Harz muss durchgeführt werden.

 

zu 2.)  Risse > 0,1mm mit Chlorideindringung bei Tausalzeinwirkung (Parkdeck, Tiefgaragen)

    Bei diesen Rissen handelt es sich in der Regel um größere Schwindrisse oder Risse, die durch mangelnde Nachbehandlung des Betons entstanden sind.
    Wenn Salze (hier Streusalz - Tausalz) also Chloridhaltige Stoffe in diesen Riss gelangen, greifen sie die Bewehrungseinlage an und es kommt zur Korrosion.
    Die Korrosion hat zur folge, das die Bewehrungseinlage angegriffen, die Tragfähigkeit des Baukörpers und nicht zuletzt der optische Eindruck beeinträchtigt werden.
    Für diesen Fall haben wir ein Instandsetzungs Konzept erarbeitet, welches den oben genannten Beeinträchtigungen entgegen wirkt.

     

zu 3.) Risse > 0,2mm die Standsicherheit und Tragfähigkeit gefährden

    Aus technischer Sicht gleicht es den oben angesprochenen Themen.
    Der einzige Unterschied liegt in dem zu verwendeten Injektionsmaterial und zwar wird hier ein Epoxid-Harz eingesetzt, der die Aufgabe bzw. Eigenschaft hat, die Rissflanken Kraftschlüssig zu verbinden um die Standsicherheit und Tragfähigkeit wieder herzustellen.